Sieh, was andere übersehen

Projektmanagement für komplexe Systeme.

Die meisten Projekte scheitern nicht am Plan, sondern an dem, was der Plan ausblendet: Rückkopplung, Fehlermodi und die kleinen seltsamen Schleifen, in denen Systeme sich selbst ins Knie schießen. Dieses Portal macht genau das zum Werkzeug — ehrlich, systemisch, ohne Goldplating.

PMP-geführt · KI-gestützt · in offener Entwicklung
Messbar statt philosophisch: Eine erkannte seltsame Schleife (verdeckter Doppel-Genehmigungspfad) hat in einem realen Projekt 1,5–2 Jahre Verzug verhindert — Fallbeispiel ansehen
Der Ansatz

Systeme lesen, nicht nur Termine verwalten.

Aus Gödel, Bateson, Lem und der Regelungstechnik lässt sich eine überraschend praktische PM-Disziplin destillieren — mit einem harten, nachgewiesenen Business-Vorteil: Wer seltsame Schleifen im System erkennt, bevor sie sich verselbständigen, verhindert genau die Verzögerung, die andere Projekte um 1,5 bis 2 Jahre zurückwirft (Fallbeispiel). Die Philosophie ist kein Selbstzweck, sondern das Werkzeug dafür. Drei Überzeugungen tragen alles:

Feedback ist nicht optional

Ein Projekt ohne kurze Rückkopplung driftet und überreagiert — wie der Verstand im Isolationstank. „Keine Nachricht" ist keine gute Nachricht. Woher das Muster stammt: Strange-Loops-Landkarte.

Fehlermodi einladen

Statt Erfolg zu planen, wird das Scheitern durchgespielt (Pre-mortem, Inversion) — und jeder Pfad dorthin blockiert, bevor er real wird.

Wahrheit vor Gefälligkeit

Der ehrliche Statusbericht schlägt den beruhigenden. Kennzahlen, die zu gut aussehen, werden misstrauisch geprüft, nicht gefeiert.

Die Werkzeuge

Vier Module, ein Denkgebäude.

Jedes Modul nimmt ein Prinzip und macht es zum konkreten Werkzeug für dein nächstes Projekt.

Verfügbar

Sieben Regeln aus seltsamen Schleifen — jede mit Quelle-Linse und einem klaren Antipattern → Fix. Die Denkmarke des Portals, unten in voller Länge.

„Kein Goldplating. Feedback-Entzug erzeugt Überreaktion."
Verfügbar

Geführtes Pre-mortem & Inversion: fächert die Fehlerpfade deines Vorhabens auf und klappt jeden in eine Schutzmaßnahme zurück. Inklusive Goodhart-Schicht — „wird das Bestehen unseres Tests selbst zum Fehlermodus?".

Analogie-Engine
In Entwicklung

Cross-Domain-Lösungsfindung: Ein Problem eingeben, Agenten holen tragfähige Analogien aus fremden Feldern — mit Evidenz-Etiketten, damit die Idee hält, was sie verspricht.

Die Glasperlenspiel-Maschine.
In Entwicklung

Ein schneller Diagnose-Durchlauf: Wo im Projekt herrscht gerade Feedback-Entzug? Welche Stakeholder, Schnittstellen oder Metriken laufen im Blindflug — und drohen zu überreagieren?

Rückkopplung sichtbar machen.
Das Herzstück

PM-Regelwerk aus seltsamen Schleifen.

Sieben Regeln, jede aus einem anderen Denkgebäude destilliert — und untereinander verschlungen. Regel 2 und 5 bilden selbst eine Schleife.

1

Kein Goldplating.

Liefere die Anforderung, nicht mehr. Jede ungefragte „Extrameile" ist unbezahltes Risiko, das niemand getestet hat.

Scope-Disziplin
Antipattern: „Wir bauen das noch schön dazu." → Fix: Zusatz nur mit explizitem Auftrag, sonst Backlog.
2

Feedback-Entzug erzeugt Überreaktion.

Kurze Rückkopplungsschleifen sind Pflicht. Ein Team oder Stakeholder ohne Rückmeldung driftet, halluziniert Annahmen und überreagiert dann auf den erstbesten Reiz. Das Bild dahinter — „Salzbad" bzw. Isolationstank — stammt aus Lems Pirx-Erzählung Der bedingte Reflex: Angehende Piloten durchlaufen dort einen Eignungstest im sensorischen Deprivationstank, schwerelos im Salzwasser, ganz ohne äußere Reize — die meisten Kandidaten halten das nicht lange aus, ohne zu driften; Kadett Pirx besteht als seltene Ausnahme besonders gut. Die Regel überträgt den Normalfall, nicht die Ausnahme: Ein Projekt oder Team ohne Rückmeldung von außen verhält sich wie die meisten Testkandidaten im Tank, nicht wie Pirx.

Isolationstank (Lem, Pirx-Zyklus) · Regelungstechnik
Antipattern: „Keine Nachricht ist gute Nachricht." → Fix: Fester Takt kleiner, ehrlicher Statussignale.
3

Optimiere nicht aufs Bestehen des Tests.

Makellose Kennzahl-Erfüllung ist verdächtig, nicht beruhigend. Miss das Ziel, nicht den Stellvertreter — sonst züchtest du dir einen perfekten Testkandidaten, der im Ernstfall scheitert.

Lem „Test" · Goodharts Gesetz
Antipattern: Grüne KPIs, rotes Projekt. → Fix: Proxy regelmäßig gegen das echte Ergebnis prüfen.
4

Invertiere vor dem Start.

Frag „wie scheitert das garantiert?", sammle die Pfade, blockiere sie. Ein Pre-mortem kostet eine Stunde und ist billiger als jede Nachkorrektur.

Negativstrategie · Pre-mortem
Antipattern: Nur den Erfolgsfall planen. → Fix: Fehlerbaum vor Projektfreigabe.
5

Wahrheit vor Gefälligkeit.

Der ehrliche Statusbericht schlägt den beruhigenden — und hier schließt sich der Kreis zu Regel 2: Ein PM, der den Stakeholdern nur Grün meldet, ist ihr Salzbad. Er entzieht ihnen das Feedback, das sie stabil hält. Dieselbe Falle gibt es auch maschinell: KI-Systeme, die aus menschlichem Feedback lernen, lernen Zustimmung zu belohnen statt Wahrheit, wenn die Bewerter selbst zur Gefälligkeit neigen (Sykophanz — siehe KI-Vertiefung). Gefälligkeit ist kein PM-spezifisches Problem, sondern eines jeder Rückkopplungsschleife, die auf menschlichem Urteil beruht.

Integrität · Rückkopplung
Antipattern: Schlechte Nachrichten aufsparen. → Fix: Früh, klar, mit Handlungsoption melden.
6

Regeln müssen ihre eigene Umgehung mitdenken.

Jede Guardrail, Policy oder Definition-of-Done sofort auf Schlupflöcher stresstesten — sonst ist sie Dekoration.

Asimovs Robotergesetze
Antipattern: Prozess auf dem Papier. → Fix: „Wie würde ich diese Regel legal aushebeln?" fragen.
7

Demut vor Komplexität.

Du wirst ein hinreichend komplexes System nie vollständig kennen. Plane Puffer für das Unbekannte, statt so zu tun, als hättest du es wegplant.

Lem · Solaris
Antipattern: Scheingenauigkeit im Plan. → Fix: Explizite Unsicherheitsreserve, sichtbar ausgewiesen.
Wer dahintersteht

Thomas Martin

TM
Thomas Martin · PM Mentalist
Projektmanager · PMP · PM Mentalist
Dipl.-Ing. (Univ.) Elektrotechnik und Informationstechnik (TU München)

„Ich sehe die Pferdefüße, die alle anderen übersehen."

Ich bin lösungsorientierter Projektmanager — spezialisiert auf das, was selten im Statusbericht steht: die versteckten Reibungsverluste, die aus der mangelnden Bedienbarkeit etablierter Systeme (SAP & Co.) entstehen.

Mein Ausgangspunkt ist eine unbequeme Beobachtung: Nicht die Systeme passen sich den Menschen an — die Gehirne der Nutzer passen sich dem System an. Über Jahre entstehen Umwege, die zur Gewohnheit gerinnen, bis niemandem mehr auffällt, wie teuer sie sind.

Ein Beispiel: Jahrelang wurde der kostenpflichtige Fax-Versand als PDF-Drucker zweckentfremdet — bis auffiel, dass ein simpler Druck-Knopf längst genügt hätte.

Solche „Pferdefüße" habe ich in fast jedem Projekt gefunden. Neu ist nur das Tempo: Mit KI und ohne Scheuklappen sehe ich diese Muster schneller — und mache sie zu konkreten Verbesserungen. Das ist keine Stilfrage: In einem realen Projekt hat genau dieses Erkennen einer verdeckten seltsamen Schleife in der Genehmigungsstruktur 1,5 bis 2 Jahre Projektverzug verhindert — Details im Fallbeispiel.

Weiterführend

Vier Vertiefungen, ein Denkgebäude.

Wer wissen will, woher das Regelwerk kommt und wie es konkret angewendet wird, findet hier die vollständigen Landkarten dahinter.

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Strange-Loops-Landkarte

Das intellektuelle Fundament: Gödel, Escher, Bach, Lem, Bateson — woher die 7 Regeln stammen, mit Evidenz-Etikett je Analogie.

🔄

KI-Rollout-Plan

PDCA-Wellen, PIS-Stakeholder-Vektor und Kommunikationsplan — wie der Weg vom Regelwerk zum laufenden Projekt konkret aussieht.

👥

KI-Team-Performance

Tuckman-Zyklus, Fehlerkultur (mit Prof. Gruber), Arbeitszeitmodelle und ein anonymisiertes Fallbeispiel aus der Praxis.

🌀

KI-Vertiefung: DRL & seltsame Schleifen

Wie sich seltsame Schleifen in KI-Systemen bilden, wie man sie findet, der Worst Case, und Prävention.

Buchbar

Zwei Pakete, ein Preis: das Ergebnis.

Kein Tagessatz, keine offene Uhr. Beide Pakete sind fest umrissen, fest terminiert und fest bepreist — der Preis bemisst sich am vermiedenen Schaden bzw. an der eingesparten Zeit, nicht an Stunden.

Pferdefuß-Audit

Festpreis2 Wochen, fixer Umfang

Ein fest umrissenes Diagnose-Paket, das die versteckten, eingewachsenen Ineffizienzen in einem laufenden Projekt oder System aufdeckt — jene „Pferdefüße", die niemand mehr sieht, weil sich alle längst daran gewöhnt haben.

  • Strukturierte Analyse von Governance, Genehmigungswegen und Kommunikationsflüssen auf verdeckte Schleifen
  • Referenzmaßstab statt Bauchgefühl: im dokumentierten Fallbeispiel hat ein einziger erkannter Pferdefuß 1,5–2 Jahre Verzug verhindert
  • Ergebnis: priorisierte Befundliste mit konkreten Fixes, keine Grundsatzdiskussion

Stakeholder-Radar

FestpreisTage statt Monate

Ein kurzer, scharf umrissener Auftrag, der die typischen zwei Monate Stakeholder-Identifikation auf wenige Tage verkürzt — mit dem PIS-Vektor (Power/Interest/State) als Werkzeug, nicht als Theorie.

  • Vollständige, aktuelle Stakeholder-Landkarte statt veraltetem Organigramm
  • PIS-Einstufung je Stakeholder plus konkrete Kommunikationsmaßnahme (Push/Pull/Interaktiv)
  • Kleiner Einstiegspreis mit klarer Zeitersparnis als Messgröße — geeignet auch als erster Schritt vor einem größeren Mandat

Beide Pakete sind wertbasiert bepreist (nach Alan Weiss' Value-Based-Fees-Prinzip): der Preis richtet sich nach dem Ergebnis, das die Lösung erzeugt — nicht nach investierter Zeit. Konkretes Angebot nach kurzem Erstgespräch.

Branchenvertiefung

Ein echtes Signal, kein Marketing-Versprechen: KI-Nachkontrolle für Diabetologie-Praxen.

Diabetologen verbringen einen wachsenden Teil ihrer Arbeitszeit mit der Auswertung von CGM- und Insulinpumpen-Daten — bei steigenden Patientenzahlen und gleichzeitig sinkender Zahl an Behandlern. 78 % der Ärzte in Deutschland sehen KI bereits als große Chance, 44 % wünschen sich explizit KI-gestützte Dokumentation* — einen auf Diabetologie spezialisierten Anbieter gibt es dafür bislang nicht.

Pilotprojekt: in der Praxis erprobt

Real erprobtFamiliäres Umfeld

In einem anonymisierten Pilotlauf hat der Workflow mit vorab festgelegten, prüfbaren Hypothesen — statt nachträglicher Interpretation — ein wiederkehrendes Sicherheitssignal (mehrere dokumentierte Unterzuckerungs-Episoden) sauber herausgearbeitet und eine vorherige Einschätzung revidiert, bevor es übersehen worden wäre.

  • Klare Trennung von Befund, Hypothese und Vorschlag — nichts wird interpretiert, was aus den Daten nicht ableitbar ist
  • Ausdrücklich Entscheidungs-Zuarbeit, kein Medizinprodukt: die Praxis entscheidet und gibt frei
  • Auch bei einer vollständigen Systemmigration (Gerätewechsel) erprobt: eine dokumentierte, bewusste Override-Entscheidung gegen die KI-Empfehlung — protokolliert, nicht verschwiegen
  • Anonymisiertes Fallbeispiel als Dokument auf Anfrage verfügbar

Governance statt Wildwuchs

Datenworkflow-AuditFestpreis-Einstieg

Bevor Ernährungsberatung, Diabetesberatung und Verwaltung jeweils eigene KI-Tools basteln — mit jeweils eigenem Datenschutzrisiko und ohne Überblick für die Praxisleitung —, übernimmt eine zentrale, geprüfte KI-Plattform die Führung.

  • DSGVO- und schweigepflichtkonform von Grund auf: Auftragsverarbeitungsvertrag (Art. 28 DSGVO), dokumentierte TOMs, Berücksichtigung von § 203 StGB
  • Jede neue KI-Funktion durchläuft einen PDCA-Prüfzyklus (Plan – Do – Check – Act), bevor sie praxisweit live geht
  • Startpunkt: Analyse des aktuellen Nachkontroll-Ablaufs plus Pilotlauf — ohne Tagessatz-Abrechnung

* Quellen: Bitkom, KI in Praxis und Kliniken im Einsatz (2025) · Stiftung Gesundheit, Digitalisierung und KI in Arztpraxen (Q1 2026).

Mach mit

Early Access & Mitgestaltung.

Trag dich für den frühen Zugang ein oder schick mir dein hartnäckigstes Projektproblem — die ersten Nutzer prägen, welche Module zuerst kommen.

Sichtbarer Trigger, kein verstecktes Skript: Bei „Polen" wird automatisch das englische Executive Summary erzeugt — mit Bezug auf reale polnische Projekterfahrung, nicht auf einen Platzhalter. Jetzt ansehen →